Kleiner Rückblick zu dem ITEA Projekt „I2PANEMA“:

Gestartet ist das Projekt am 01.06.2019 mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Ziel des Projektes ist die Digitalisierung im Hafenumfeld voranzutreiben und somit die komplizierten Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten. Weiterführende Ziele sind die Steigerung der Effizienz durch innovative Maßnahmen zur Verkehrssteuerung, die Verbesserung der ökologischen Einflussfaktoren durch Reduktion von Staub-, Lärm und Geruchsemmissionen sowie eine optimierte Energieeffizienz. Mithilfe von I2PANEMA wird der Weg zu digitalen und intelligenten Häfen (Smart Ports) durch Überwindung aktueller Barrieren wie mangelnder Datensicherheit und Integration bestehender, aber heterogener IT-Systeme geebnet.

Aktueller Stand von „I2PANEMA“

Es beginnt nun das dritte und letzte Projektjahr, wobei Corona-bedingt Meetings nur virtuell stattfinden konnten und Besuchszeiten der einzelnen Einrichtungen zeitweise für die Projektmitglieder nicht möglich waren. Zum Start des letzten Projektjahres fand das zweite Review Meeting mit Vertretern des Projektträgers ITEA statt. Die Veranstaltung wurde bereits zum zweiten Mal online abgehalten und erstreckte sich über mehrere Stunden. Im Meeting ging es um die Fortschritte und den aktuellen Stand im gesamten Internationalen Projekt. Die einzelnen Business Szenarien (Arbeitsgruppen) stellten den Status ihrer Tätigkeiten vor und gaben einen Ausblick auf das letzte Projektjahr. Insgesamt sind die Zwischenergebnisse höchst zufriedenstellend und positiv.

Wir als catkin GmbH unterstützen die Arbeiten im Business Szenario Dortmund. An unserem Standort kommen viele LKWs unangemeldet zum Hafen, um Container abzuholen oder abzugeben. Allerdings wissen sie dabei oft nicht, ob der Container überhaupt bereit ist. Hinzu kommt, dass die meisten LKWs gehäuft zu Peak Zeiten eintreffen. Da dem Hafen nur eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen zur Verfügung steht, wird in den Zulaufstraßen am Straßenrand geparkt. Dadurch entstehen zusätzliche Verkehrsbehinderungen und Staus für die Allgemeinheit.

Die im Business Szenario Dortmund entwickelte Lösung ist ein intelligentes Parkmanagementsystem, welches ein Kamerasystem auf dem Hafenparkplatz beinhaltet. Das Kamerasystem erkennt alle Parkbuchten und wertet aus, welche Parkplätze belegt und welche frei sind. Die LKW-Fahrer haben dann die Möglichkeit, sich eine mobile App zu installieren, womit sie den anzusteuernden Hafen auswählen. Dadurch wird eine voraussichtliche Ankunftszeit (ETA) berechnet und dem Disponenten im Hafen mitgeteilt. Sollten der Bereitstellungszeitpunkt des Containers und die voraussichtliche Ankunftszeit zu weit auseinanderliegen, kann der Fahrer darüber frühzeitig in Kenntnis gesetzt werden. Dafür werden die GPS-Daten getrackt und die ETA laufend aktualisiert. Wenn der Disponent keine Rückmeldung gibt, prüft das Parkmanagementsystem unterwegs, ob zur Ankunftszeit ein freier Parkplatz zur Verfügung steht. Trifft dies zu, wird der entsprechende Parkplatz reserviert. Sollte kein Parkplatz frei sein, bekommt der LKW-Fahrer ebenfalls eine Nachricht.

Aktuell sind wir dabei, die Web-Oberfläche fertig zu stellen. Hier kann sich der Disponent einloggen und sehen, wie hoch die Parkplatzauslastung ist und welcher LKW wann am Hafen eintreffen wird. Zusätzlich ermöglicht die Web Anwendung, mit dem LKW Fahrer zu kommunizieren und dadurch aktuelle Änderungen schnell mitzuteilen. Parallel sind die Arbeiten zur App-Entwicklung gestartet. Die mobile Anwendung wird dem LKW Fahrer zur Verfügung gestellt und liefert sowohl die benötigten GPS Daten als auch den Kommunikationskanal zum Disponenten.

 

Ziel von „I2PANMEA

Durch „I2PANEMA“ wird eine Referenzarchitektur abgeleitet, welche Empfehlungen für Standards, Schnittstellen und Applikationen vorsieht. I2PANEMA wird europäische Häfen in der Entwicklung kompatibler IoT-Lösungen (Internet der Dinge) unterstützen und so deren Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Mithilfe der IoT-basierten Sensorik werden verschiedene Informationen im Hafenumfeld erfasst und über geeignete Schnittstellen ausgetauscht.

Durch das Internet der Dinge eröffnen sich zahlreiche,  faszinierende Szenarien für die Hafenlogistik. Selbststeuernde Containerstapler und Maschinen sowie autonome Portalkräne könnten somit in die Abläufe eines Hafenterminals eingebunden werden und sich miteinander vernetzen, um selbstständig Aufgaben annehmen und bearbeiten zu können.

Webseite zum I2PANEMA Projekt à https://itea3.org/project/i2panema.html oder https://www.i2panema.eu/

 

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