In seinem Blog „Prozesse optimieren“ hat der Buchautor und Supply-Chain-Management-Berater Torsten Becker einen Blick in die „Supply Chain Trends für 2016“ gewagt. In Zeiten, in denen die Medien fast täglich über Logistik 4.0, Smart Logistics, Industrie 4.0 oder das Industrial Internet of Things berichten, ist das natürlich sehr spannend. Denn schließlich versteht sich Becker als „SCM Transformations-Beschleuniger“ und ist Experte auf diesem Gebiet.

Optimierung der Supply Chain

Und so ist es kein Wunder, dass nach seiner Prognose „die Unternehmen im Jahr 2016 weiter an der Optimierung der Supply Chain arbeiten“ werden. Seine konkreten Vorhersagen der aktuellen Trends:

  • – Die steigende Globalisierung wird weiter Bestände in der Supply Chain treiben
  • – Viele ERP-Systeme sind in die Jahre gekommen, sie unterstützen die Supply Chain weiterhin nur unzureichend
  • – Höhere Produktkomplexität wird zu weiterer Supply-Chain-Komplexität führen
  • – Industrie 4.0-Lösungen und -Ansätze werden verstärkt eine neue Gestaltung der Supply Chain erfordern
  • – Die meisten Unternehmen werden es auch in 2016 nicht wagen, ihre Prozesse in Richtung einer durchgängigen Supply Chain zu optimieren.

Transformation erfordert Mut

Die ersten 4 Punkte kann man sicher so unterschreiben. Und auch bei der letzten Prognose ist leider zu erwarten, dass der Autor am Ende des Jahres 2016 vermutlich Recht behalten haben wird. Konkret schreibt er:

„Dieses Thema zieht sich von Anfang an durch die Supply-Chain-Diskussion hindurch: Supply-Chain-Neuorganisation bedeutet Transformation, Transformation erfordert Mut. Viele Supply-Chain-Projekte scheitern, weil es an Mut für die radikale Umorientierung fehlt. Damit wird in vielen Unternehmen nicht die optimale Supply Chain umgesetzt und Kundenorientierung in der Prozesskette weiter vernachlässigt.“

Doch wie bringen Unternehmen in den nächsten Monaten den notwendigen Mut für den Wandel auf? Beispielsweise, wenn alle Beteiligten einfach, flexibel und in strukturierter Form Aufträge in der Logistikkette miteinander abwickeln können – und das, ohne in aufwändige IT-Projekte oder teure Hardware investieren zu müssen. Logistik 4.0 bietet so die Chance, auch die Prozesse außerhalb des Werkzauns in die Supply Chain zu integrieren.

Neutrale Schnittstellenmaschine

Möglich macht das eine neutrale Schnittstellenmaschine wie catkin. Dieses Vernetzungsinstrument für die Logistikindustrie ist so einfach zu bedienen wie ein Telefon und unterstützt trotzdem jede Auftragsstruktur. Das cloudbasierte Portal ist in jedem Unternehmen, gleich ob Großunternehmen oder KMU, innerhalb weniger Tage einsetzbar und vereinfacht unmittelbar die Zusammenarbeit und die kollaborativen Prozesse.

Mit catkin werden im Supply-Chain-Bereich in der In- und Outbound-Logistik arbeitsteilige Prozesse schnell und effizient unterstützt und nahtlos an die Produktionsprozesse angeschlossen. Zu denken ist dabei z.B. an die

  • – Auftragsabwicklung zwischen Unternehmen, Kunden und Dienstleistern / Subunternehmern
  • – Auftragsabwicklung zwischen Abteilungen / Standorten mit heterogener Softwarelandschaft (IT Bruchstellen)
  • – „Rapid App Delivery“: eine schnelle Anbindung von Apps für das mobile Personal, lediglich durch Konfiguration

Einige Vorteile in der Outbound- und Inbound-Logistik:

  • – Mehr Transparenz in Disposition und Störungsmanagement
  • – Nahtloses Tracking bei Logistikpartnern und deren Subunternehmern weltweit, ETA
  • – Einfache Rechnungsprüfung: Der Transporteur kann nur vereinbarte Kosten abrechnen
  • – Bessere Steuerung der Auslastung (Rolling Stock, Personal und Dienstleister)
  • – Exakte Auswertung der Transportrelationen
  • – Ad-Hoc Disposition von Versandeinheiten durch den Innendienst
  • – Bessere Steuerung des Kundendiensts (z.B. in Instandhaltung oder bei der Messwerterfassung)
  • – Optimale Planungsunterstützung: Eine Kundenbestätigung erfolgt erst, wenn alle Teilleistungen zeitlich positioniert und bestätigt wurden
  • – Zentrale Verfolgung der Ladeeinheiten, Produkte, Einzelteile
  • – Einrichtung eines webbasierten Dienstleisterportals

Informationslücken werden sofort beseitigt, da alle Partner und mobil tätige Mitarbeiter vor Ort im Terminal oder auf der Strecke über die flexible Internetanwendung oder App in den Gesamtprozess eingebunden sind. Der administrative Aufwand sinkt deutlich und Fehler werden vermieden. Denn Statusinformationen lassen sich nun in Echtzeit austauschen.

Mehr Transparenz und geringere Kosten

Dabei „verträgt“ die App auch Funklöcher. Integriert sind Funktionen wie mobiles Drucken, Unterschriften, Scannen, Fotos, ergänzende Auftragsdokumentation und eine mobile Arbeitszeiterfassung. Der Auftragsmonitor visualisiert alle Aufträge übersichtlich und lässt sich auf die Bedürfnisse jedes Mitarbeiters anpassen. Die Folge: Verbesserte Transparenz. Die Arbeitseffizienz steigt durch die Fokussierung auf Ausnahmen und eine spürbare Fehlerreduzierung. Und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase läuft alles viel reibungsloser. Das verschlankt die Prozesse in der Supply Chain und senkt die Kosten. Wenn das keine Argumente sind.

Also nur Mut und die digitale Transformation im Jahr 2016 angepackt!